Der Bundesverband lädt ein - Digital Lounge mit Rebekka Blum: Die Studie zu Antifeminismus zwischen 1945 und 1990 in Westdeutschland zeigt, dass Antifeminismus nicht nur als Gegenbewegung zu feministischen Mobilisierungen zu verstehen ist, sondern als eigenständige Ideologie zur Absicherung patriarchaler Verhältnisse wirkt.
In der Studie wurde an der Definition von Antifeminismus sowie der damit verbundenen Theoriebildung weitergearbeitet und historische Kontinuitäten sowie Brüche herausgearbeitet. Dafür wurde klassische Literaturarbeit mit qualitativen Interviews und Archivrecherchen in drei feministischen Archiven kombiniert. Auf Basis verschiedener Quellen wurde ein grundlegendes Verständnis von Antifeminismus erarbeitet und die Systematik eines „Dreischritts des Antifeminismus“ entwickelt. Der Prozess, der als Dreischritt beschrieben werden kann – Absicherung, Aufbegehren und Abwehr – verdeutlicht, dass Antifeminismus nicht erst als Reaktion auf feministische Bewegungen entsteht, sondern bereits in patriarchalen Strukturen verankert ist, um deren Fortbestand zu sichern. Diese Erweiterung des Verständnisses von Antifeminismus ist wichtig, um der im Begriff Antifeminismus angelegten Vorstellung, Antifeminismus gäbe es nur wegen feministischer Bewegungen, Antifeminismus als eigenständige Ideologie, die der Absicherung patriarchaler Verhältnisse dient, entgegenzusetzen.
Die Forschungsarbeit von Rebekka Blum wird in diesem Jahr durch den DAB gefördert.
ZOOM-Link: https://us06web.zoom.us/j/4578796771?pwd=bitvZzNqUEJ2K0xmVFBNK0xINEt4dz09&omn=86705714838

Die Fotografin Erna Wagner-Hehmke, die 1948 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens beauftragt wurde, die Arbeit des Parlamentarischen Rats zu dokumentieren, hielt sowohl die entscheidenden Meilensteine der schwierigen Verhandlungen als auch den Alltag der verfassungsrechtlichen Arbeit fest. Die Ausstellung zeigt die bildliche Dokumentation der entstehenden Demokratie in Schwarz-Weiß-Fotografien.
