Der Bundesverband lädt zur Digital Lounge mit Judith Bergkemper ein:
Varieties of Peace – Der Einfluss von Konflikt, Gewalt, Flucht und Migration auf die Friedensverständnisse von Afghaninnen in der Diaspora in Deutschland
In ihrer Masterarbeit „Varieties of Peace – Der Einfluss von Konflikt, Gewalt, Flucht und Migration auf die Friedensverständnisse von Afghaninnen in der Diaspora in Deutschland“ untersucht Judith Bergkemper, inwiefern Erfahrungen von Konflikt, Gewalt, Flucht und Migration die Friedensverständnisse von Afghaninnen in der Diaspora in Deutschland beeinflussen. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Frauen Frieden verstehen und wie sie ihre Friedensideen über Diasporavereine in Deutschland weitervermitteln.
Theoretisch verortet sich die Studie im Schnittfeld von Friedensforschung, Gender Studies und Migrationsforschung. Empirisch basiert die Arbeit auf qualitativen Interviews mit afghanischen Frauen, die sich in Diasporavereinen engagieren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Frieden zunächst häufig als Abwesenheit von Gewalt verstanden wird. Gleichzeitig entwickeln viele der befragten Frauen ein weitergehendes, positives Friedensverständnis, das Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, soziale Teilhabe und Selbstermächtigung einschließt. Migrationserfahrungen und der Vergleich unterschiedlicher gesellschaftlicher Kontexte fördern dabei oftmals ein feministisches Verständnis von Frieden als aktiver Praxis.
Die Arbeit leistet einen Beitrag zur aktuellen Friedensforschung, indem sie Frieden aus der Perspektive einer marginalisierten Akteursgruppe untersucht. Sie zeigt, dass afghanische Frauen in der Diaspora nicht nur von Konflikten betroffen sind, sondern aktiv an der Gestaltung von Frieden mitwirken – lokal, transnational und im Alltag.
Die Forschungsarbeiten von Judith Bergkemper wird in diesem Jahr durch den DAB gefördert.
Moderation: Dr. Ingeborg Stahr, Mitglied des Förderausschusses Beginn: 18:30
ZOOM-Link: https://us06web.zoom.us/j/4578796771?pwd=bitvZzNqUEJ2K0xmVFBNK0xINEt4dz09&omn=86210129283

Liebe Kolleginnen, wir laden Sie herzlich zu einem Vortrag von Historikerin Dr. Laura Potzuweit ein:
WIR BERICHTEN: Starke Frauen passen gut zum Weltfrauentag und so haben wir das als Anlass gewählt, am 8. März die Finissage der Ausstellung auf dem Museumsberg zu besuchen.
Den Bildern sind Biographien der jeweiligen Künstlerin an die Seite gestellt. Sie unterstreichen, wie stark die Konventionen der Zeit die Künstlerinnen in ihrer Entwicklung behinderten. Nur wenige schafften den Sprung in den anerkannten Kunstbetrieb wie Emmy Gotzmann. Den Preis, den diese Künstlerinnen zahlten, war häufig der Verzicht auf eine Ehe und eine eigene Familie. Andere verzichteten zugunsten einer Familie auf eine Kariere. Das war ein Schicksal, das sie mit vielen Akademikerinnen der Zeit teilten.