WIR BERICHTEN: Starke Frauen passen gut zum Weltfrauentag und so haben wir das als Anlass gewählt, am 8. März die Finissage der Ausstellung auf dem Museumsberg zu besuchen.
Es gab an diesem Tag neben einer kurzen Führung durch unsere Kollegin und Kuratorin Madeleine Städtler eine speziell für den Tag geschaffene Tanzperformance durch das KOLLEKTIV INPROCESS direkt im Treppenhaus des Museums. Die fünf Frauen nahmen Bezug auf die Präsentation „Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund“ und schafften so mit einer engagierten Performance einen neuen Assoziationsraum für die Besucher.
Die Resonanz auf die Finissage war erkennbar sehr gut, was sich auch im Andrang in den öffentlichen Führungen zeigte. Die kleine und erlesene Ausstellung zeigte welche hohe Qualität die Künstlerinnen der Kolonie Ekensund hatten und wie wenig Beachtung sie für ihr Schaffen bekamen. Allein der minimale Eigenbestand des Museums macht deutlich, wie gering die Wertschätzung war und durch den Mangel an Material in öffentlichem Besitz bis heute ist.
Den Bildern sind Biographien der jeweiligen Künstlerin an die Seite gestellt. Sie unterstreichen, wie stark die Konventionen der Zeit die Künstlerinnen in ihrer Entwicklung behinderten. Nur wenige schafften den Sprung in den anerkannten Kunstbetrieb wie Emmy Gotzmann. Den Preis, den diese Künstlerinnen zahlten, war häufig der Verzicht auf eine Ehe und eine eigene Familie. Andere verzichteten zugunsten einer Familie auf eine Kariere. Das war ein Schicksal, das sie mit vielen Akademikerinnen der Zeit teilten.
Madeleine Städtler gab uns einen Einblick in die Entstehung der Ausstellung und die Schwierigkeit überhaupt Bilder der Künstlerinnen zu bekommen. Die meisten befinden sich in Privatbesitz oftmals der Familien. Es ist zu hoffen, dass einige Bilder im Zuge von Besitzänderungen doch den Weg in das Museum finden. Es ist den Besuchern auch im Hinblick auf die Anerkennung der Leistung der Frauen in der damaligen Gesellschaft zu wünschen.
Der Besuch der Finissage am Weltfrauentag war eine gelungene Veranstaltung und hat durch die Führung von Madeleine Städtler einen faszinierenden Einblick in das Leben der Künstlerinnen der Kolonie Ekensund gegeben. Das schöne Wetter, die im Rahmenprogramm stattfindende Kurzfilmvorführung und der Besuch im freundlich geführten Museumscafé Wolff rundeten die Veranstaltung ab.





WIR BERICHTEN: Am 8.2.26 kamen Mitglieder und Gäste des DAB SH zu einem Besuch des Museums Tuch + Technik zusammen, um dort durch die Sonderausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ geführt zu werden. Die Ausstellung wurde auf Bundesebene als Wanderausstellung konzipiert und zeigt schwarz-weiß Fotografien von Erna Wagner-Hehmke, die 1948 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens beauftragt wurde, die Arbeit des Parlamentarischen Rats zu dokumentieren. Wagner-Hehmke hielt sowohl die entscheidenden Meilensteine der schwierigen Verhandlungen als auch den Alltag der verfassungsrechtlichen Arbeit fotografisch fest.