Der Bundesverband lädt zur Digital Lounge mit Luisa Lehning ein: Mehrdimensionalität in der Gleichheitsrechtsdogmatik
Mehrdimensionalität in der Gleichheitsrechtsdogmatik. Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und struktureller Diskriminierung am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Luisa Lehning befasst sich mit der rechtsdogmatischen Verarbeitung des Konzepts der Intersektionalität unter Berücksichtigung von Diskriminierungsstrukturen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit das kategoriale System des deutschen Verfassungs- und Antidiskriminierungsrechts die Benachteiligung mehrfach marginalisierter Personen adäquat erfassen kann. Nach einer Einführung in die grundlegenden Begriffe erläutert sie die Möglichkeit und Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Auslegung von Art. 3 Abs. 3 GG.
Die Forschungsarbeiten von Luisa Lehning werden in diesem Jahr durch den DAB gefördert.
ZOOM-Link: https://us06web.zoom.us/j/4578796771?pwd=bitvZzNqUEJ2K0xmVFBNK0xINEt4dz09&omn=83200350815

WIR WEISEN HIN: Im September veranstalten der Soroptimist Club Glückstadt und Club Kiel mit Solist*innen des „National House of Music“ Kyjiw sechs Benefizkonzerte in Schleswig-Holstein.
Der Vorstand des DAB SH bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern für die Dialogbereitschaft, die Offenheit und generell die Freude, eigene Erfahrungen, Ansichten und Anekdoten mit Kolleginnen zu teilen. Dank der leckeren und abwechslungsreichen Buffetgaben und der kühlen Getränke konnten wir den wunderbar sommerlichen Nachmittag in Agnes' Garten auch kulinarisch genießen. Ein herzlicher Dank geht darüber hinaus an alle Kolleginnen, die Mitfahrgelegenheiten angeboten und so ein Zusammenkommen von jung und alt und nah und fern ermöglicht haben.
Ab Dezember 1942 wurde das Hab und Gut jüdischer Menschen, die aus dem Deutschen Reich fliehen mussten, von Rotterdam über Hamburg nach Lübeck transportiert. Die für ein neues Leben im Übersee-Exil bestimmten Besitztümer – von Möbeln und Kleidungsstücken bis hin zu Fotografien und Kunstwerken – wurden 1943 in Lübeck öffentlich versteigert, wobei wertvolle Objekte zuvor an unterschiedliche Museen gelangten. Das Schicksal dieser Enteignungen wird nun erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet und die Ergebnisse in der Datenbank LostLift des Deutschen Schifffahrtsmuseums veröffentlicht.
Susanne Kiel, M.A., studierte von 1998-2003 am Kunsthistorischen Institut der CAU Kiel. Seit 2018 betreibt Frau Kiel Provenienzforschung am Deutschen Schifffahrtsmuseum zum Umgang mit Übersiedlungsgut jüdischer Auswanderinnen und Auswanderer während des 2. Weltkrieges in Bremen und in Rotterdam/Lübeck.
WIR WEISEN HIN: Ein Forschungsschwerpunkt der Kieler Anglistik-Emerita Renate Haas ist die Geschichte ihres Fachs. In diesem Zusammenhang stieß sie darauf, dass die CAU sich der ersten Women’s-Studies-Veranstaltung der deutschen Anglistik/Amerikanistik rühmen kann: die Vorlesung mit Übung „Woman’s Role in America“ der US Lektorin Zona Suess im Sommersemester 1971. Auch für andere Disziplinen, wie Gender Studies, Soziologie, Geschichtswissenschaft, und bekannte Zentren finden sich nur später und ganz vereinzelt Belege; mit einer Ausnahme, einer gleichzeitigen Veranstaltung an der Freien Universität Berlin. Entsprechendes scheint für die große Mehrzahl der europäischen Universitäten zu gelten. 